Ursprung der Familie von dem Knesebeck

Das Geschlecht der Familie von dem Knesebeck entstand aus zwei Stämmen. Der eine Stamm kam aus der Altmark, sein Ahnherr war Ministeriale (königlicher Dienstmann) der Brandenburger Markgrafen. Er nannte sich Bodo de Knesebeke und führte die Greifenklaue im Wappen, das Wappenzeichen der altmärkischen Geschlechter. Bodo de Knesebeke ist der Stammvater der weißen Linie des uradligen Geschlechts von dem Knesebeck, der 1244 erstmalig in Marschede (bei Nauen) auf einer von den Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg ausgestellten Urkunde als Zeuge neben anderen auftritt. Diese Urkunde vom 26. Januar 1244 dokumentiert wahrscheinlich auch die erste Benennung des Ortes Knesebeck, der heutigen Ortschaft Knesebeck der Stadt Wittingen.


Der zweite urkundlich erwähnte Ahnherr hieß Wasmod de Knesebeke, gestorben etwa 1315 und ist der Stammvater der schwarzen Linie oder lüneburgischen Stamm und führt als Wappenzeichen das Einhorn. Er ist auch Gründer der Linien Wittingen und Langenapel. Sein Bruder Paridam de Knesebeke, gestorben etwa 1303, gilt als Stammvater der Linien Tylsen und Kolborn und gehört zur weißen Linie und märkischen Stamm der Knesebecks.


Im Jahr 1644 beugen sich die Landesherren den Argumenten gleicher Abstammung und stellen Lehnbriefe für alle Knesebecks zur "gesamten Hand" im Erbfalle aus, so dass eine Linie die andere beerben kann. Beide Stämme vereinigten sich zu einem Wappen.

Die Wappenvereinigung der Familie von dem Knesebeck

Mit der Wappenvereinigung erhielten beide Stämme die gesamte Hand in der Lehnfolge ihrer Güter. Seit dieser Zeit gründeten die Familienmitglieder neue Zweige, hauptsächlich in der Altmark und in Brandenburg. In dieser Gegend lagen die ältesten Besitzungen der Familie wie Langenapel, Tylsen, Kolborn, Corvin und Karwe. Güter, Burgen, Vollhöfe, Halbhöfe und freie landtagsfähige Höfe, Vikarien, Schlösser haben wechselseitig in großer Zahl im Eigentum der Familie gestanden, die 1945 zum größten Teil endgültig verloren gingen. Die ehemaligen Rittergüter Langenapel und Karwe, deren Herrenhäuser während der DDR-Zeit vorsätzlich zerstört wurden, werden seit 1990 wieder von Familienmitgliedern bewirtschaftet.

Die Vorfahren der Familie traten vorwiegend in preußische Dienste als Landeshauptleute, als Minister und Diplomaten und Landräte. Sie waren Landvoigte, Hofmarschälle, Domherren und Johanniter-Ritter, Kammerherren, Gesandte, Hofbeamte, Droste, Justizräte, Kämmerer und Geistliche. Sehr viele Familienmitglieder erwarben Landbesitz und verwalteten diesen, die jüngeren Brüder wurden traditionell Offiziere in fast allen europäischen Heeren wie preußische, niederländische, französische, spanische, portugiesische, österreichische, russische, schwedische und dänische bis zum bekannten General-Feldmarschall Carl Friedrich von dem Knesebeck. 

Die Familie von dem Knesebeck heute

Es gibt zur Zeit noch 62 männliche Namensträger nach dem Adelsrecht der Familie von dem Knesebeck. Die Familienmitglieder leben heute in allen Teilen Deutschlands, Europas und Nord- und Südamerikas. Alle 2 Jahre findet traditionell ein Familientag statt, den der Vorstand des Familienverbandes veranstaltet. Die Familientage werden an Orten veranstaltet, die historisch in besonderer Weise mit der Geschichte der Familie von dem Knesebeck verbunden sind. Im Rahmen der Familientage findet auch die Mitgliederversammlung des Familienverbandes statt.

Wenn wir heute von unserer Familie reden, dann meinen wir damit neben den Mitgliedern des Familienverbandes natürlich auch die zahlreichen Vettern und Cousinen, die aufgrund von Eheschließungen o.ä. heute nicht mehr den Namen von dem Knesebeck tragen, mit der Familie von dem Knesebeck aber in einem engen Verwandtschaftsverhältnis stehen. Auf unseren Familientagen sind selbstverständlich auch die unverheirateten Lebenspartner der Familienmitglieder herzlich willkommen.